Du studierst Theologie und würdest dich gern darüber mit jemanden austauschen, der das auch schon durchlebt hat? Du möchtest deine Fragen nicht allein durchackern müssen? Dann bist du hier genau richtig!

Wir haben erfahren, dass das Studium maßgeblich von den Menschen geprägt wird, mit denen wir unsere Fragen durchdenken und dass dies gerade, wenn man es gemeinsam tut, Freude bereitet.

Dafür bieten wir u.a. an, Studierende mit  Mentoren/innen zu vernetzen, mit denen sie sich auf persönlicher Ebene über ihre Herausforderungen, Fragen, Zweifel und Freuden im Theologiestudium austauschen können. Durch diese Mentoring-Beziehungen werden Studierende in ihrem theologischen Denken geschärft und unterstützt. Das Ganze findet vorrangig von Studierenden für Studierende statt.

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Ablauf

Mentee- Formular online ausfüllen

Wir suchen einen Mentor bzw. eine Mentorin für dich.

Wir vernetzen euch.

Erstes Treffen & Kennenlernen: Passt es?

Mentoring. Per Telefon oder persönlich

Nach 6 Monaten: Weitermachen oder beenden?

Selbst Mentor/in werden?

Hast du Erfahrungen mit dem AgO-Mentoring gemacht und würdest dies gern weiterempfehlen? Dann freuen wir uns, wenn du uns einen kurzen Bericht zukommen lässt. 2-3 Sätze genügen. Schreibe uns an mentoring@ago-theologie.de

Das Mentoring- Vernetzungs- Team

Falls du wissen willst, welche Leute das Mentoring organisieren und wer dich mit deinem Mentor/ deiner Mentorin vernetzen würde, stellen wir uns kurz vor.

Bei Fragen zum Mentoring schreibe uns gern an mentoring@ago-theologie.de.

Weitere Hinweise zum Mentoring

Erwartungen – ob ausgesprochen oder nicht

Was für ein Bild habt ihr von einem Mentor? Möglicherweise eine Person, die mindestens 50 Jahre alt und verheiratet ist, Kinder hat und einem tausend Schritte voraus ist – sowieso ist sie super heilig, perfekt und weiß einfach alles?!

Verabschiedet euch gerne von diesem Bild. Solche perfekten Leute kennt niemand.

Mentoren sind Menschen, die das, was sie über die Theologie und den Glauben gelernt haben, an andere weitergeben möchten. Sie brauchen nur ein paar wenige Schritte voraus zu sein, denn so kennen sie eure Situation und Fragen noch gut. Das Ziel ist es zu erkennen, wo der Mentee steht und ihn dort in seinem weiteren Weg zu unterstützen. Mentoren können darin ein Vorbild in Ehrlichkeit und Offenheit sein, indem sie freiheraus sagen, wenn sie auch mal keine Antwort haben, frustriert oder herausgefordert sind.

Wir erwarten nicht ausgefeilte theologische Vorträge, bei denen alles auf einem Silbertablett serviert wird, sondern dass dem Mentee in dem, was ihn beschäftigt, begegnet wird. Teilt gerne eure Erfahrungen mit Theologie und Glaube – was für Tipps habt ihr, um gestärkt durchs Studium zu gehen?

Es ist befreiend, dass jeder von uns begrenzt ist und nicht alle Erwartungen erfüllen kann. Sprecht über eure Erwartungen – somit könnt ihr aufeinander eingehen und vermeidet Misskommunikation.

Wichtig fürs Mentoring

  • Zeit zum Kennenlernen

    Ihr wurdet höchstwahrscheinlich mit jemanden vernetzt, den ihr gar nicht kennt. Nehmt euch deshalb Zeit, einander kennenzulernen. Zum Beispiel könnt ihr euch aus eurer persönlichen und geistlichen Biographie erzählen.

  • Vertraulicher Rahmen

    Was im Mentoring besprochen wird, bleibt unter euch. Diese Verschwiegenheit öffnet den Raum für jegliche Fragen, Zweifel und Gedanken.

  • Verbindlicher Rahmen

    Wen ihr euch für das Mentoring entschiedet, dann erwarten wir von euch – und das dürft ihr auch voneinander erwarten – dass ihr verbindlich dabei seid, bis ihr absprecht, die Mentoringbeziehung zu beenden. Bitte seid verlässlich zueinander und haltet abgesprochene Termine nach Möglichkeit ein. Es kann sonst nämlich frustrierend sein, wenn eine Person sich den Termin geblockt hat und der/die andere immer wieder kurzfristig absagt.

  • Mentoring ist, was du daraus machst

    Unter dem Mentoring verstehen wir, dass beide Seiten sich aktiv und initiativ am Gespräch beteiligen. Daher: bereitet beide eigenständig das Gespräch vor (z. B. Fragen notieren). Durch aktive Gestaltung von beiden Seiten kann eine dynamische Beziehung entstehen.

Themen

Beim AgO-Mentoring stehen Fragen zum Theologiestudium und dem Umgang mit der Bibel im Vordergrund. So z. B.:

  • Studienorganisation (besonders auch als Einstieg in die Mentoringbeziehung)
  • Denkvoraussetzungen und Herangehensweise theologischer Ansätze
  • Ringen um ein tragfähiges Schriftverständnis
  • Theologie-Treiben mit Gottes Hilfe
  • Relevanz der Theologie für Alltag und Glauben
  • Konkrete persönliche theologische Fragen
  • Persönlicher Herausforderungen im Studium

Ihr seid frei, darüber hinauszugehen und über andere Themen zu sprechen, wenn ihr möchtet.

Zeitlicher Rahmen

Gestaltet das Mentoring so, wie es für euch gut passt. Hier ein paar Tipps:

  • Wie oft?

    Das Mittelmaß, das sich bei Mentoring allgemein bewährt hat, ist ca. alle 2 Wochen zu reden. Ihr könnt gern auch jede Woche reden, im Monat aber mindestens einmal. Es ist hilfreich, einen bestimmten Tag festzulegen und den Zeitraum dafür zu blocken, so muss man nicht jedes Mal neu einen Termin finden. Gewöhnt euch am besten an, den nächsten Termin am Ende des Gesprächs schon auszumachen.

  • Wie lange?

    Das liegt ganz an der Situation und an den Fragen die gerade im Raum stehen. Es ist hilfreich, die Gesprächszeit vorher ungefähr festzulegen (beispielsweise zwischen 1-2 Stunden) da es gerade in der Theologie schnell endlos wird J. So könnt ihr zielgerichteter reden oder Gesprächsfäden das nächste Mal wiederaufnehmen.

Ein Vorschlag zur Strukturierung

Falls ihr gern eure Gespräche grundsätzlich etwas strukturieren möchtet, ist hier eine mögliche grobe Aufteilung. Dieses Raster hilft dabei, den Fokus im Gespräch gleichmäßig zu verteilen und nicht nur in einem Bereich hängen zu bleiben. Diese können natürlich variabel gewichtet und gestaltet werden.

  • Erstes Drittel: Blick zurück

    Hier ist zunächst erstmal Zeit zum Ankommen. Hier steht die Beziehungsebene nochmal besonders im Vordergrund. Die letzte Zeit wird aufgegriffen: Wie geht’s dir? Wie war deine Woche? Was beschäftigt dich grade? Wie war deine Zeit seit unserem letzten Gespräch?

  • Zweites Drittel: Blick nach oben

    Dann werden die Themen aufgegriffen, die das letzte Mal bearbeitet wurden: Was für Fragen, Themen hast du weiter bearbeitet und was ist dabei rausgekommen? Ebenso haben neue Fragen, Themen und Vertiefung ihren Raum. Es ist Zeit für Austausch und Diskussion.

  • Letzes Drittel: Blick nach vorne

    Die kommende Zeit wird ins Auge gefasst: Welche Themen möchte der Mentee möglicherweise weiterverfolgen? Was ergibt sich aus dem Gespräch? Was für „Hausaufgaben“ und Gedankenanstöße führen den Mentee weiter in seiner Suche?

Das Ende des Mentoring

In ca. einem halben Jahr fragen wir euch, ob ihr weitermachen wollt oder das Mentoring beenden möchtet.  Mentoring soll freisetzen – insofern ist es im Sinne der Sache, dass man eine begrenzte Wegstrecke miteinander geht.

Vielleicht merkt ihr an einem gewissen Punkt, dass ihr im Mentoring nicht mehr weiterkommt. Vielleicht sind für dich als Mentee neue Fragen oder Themenfelder dran, für die du eine andere Art der Begleitung oder eine/n andere/n Begleiter/in braucht. Vielleicht merkst auch du als Mentor/in, dass du nicht mehr der/die Richtige bist für die Fragen deines Mentees. Das ist okay. Sprecht das offen an und habt Mut, Neues zu wagen.

Diese Hinweise zum Mentoring findest du auch in einer PDF-Datei zum Download.